Südafrika – Safari, Wandern und City Trip

Diese Reise war meine erste nach Afrika – und ich komme auf jeden Fall wieder! Vom 28. April bis 17. Mai 2022 waren wir in Südafrika unterwegs, und das Land hat so viel mehr zu bieten, als ich mir je vorstellen konnte. Unsere drei Wochen haben wir in drei Teile aufgeteilt: Safari, Trekking und City Trip.

Auf einen Blick

Unsere Route

Dauer
knapp 3 Wochen
Reisezeit
28.4. – 17.5.2022
Safari
Madikwe, 4 Nächte
Trekking
Drakensberge, 4 Tage
City Trip
Kapstadt, 8 Tage
Mietauto
ab Johannesburg

Safari im Madikwe Nationalpark

Anreise

Gelandet sind wir in Johannesburg und haben uns direkt am Flughafen ein Auto gemietet. Von dort ging es rund 4,5 Stunden in den Madikwe Nationalpark.

💡 Wenn ihr in einen Nationalpark fahrt, nehmt am besten einen SUV oder ein größeres Auto.

Anfangs war es echt gewöhnungsbedürftig, dass Menschen auf den Highways spazieren gehen. In manchen Orten abseits davon haben wir uns auch nicht ganz so wohl gefühlt. Gefährliche Situationen hatten wir aber keine – wir sind allerdings auch nirgends stehen geblieben.

Nach dem langen Flug hat sich die Fahrt ziemlich gezogen. Aber sobald wir im Nationalpark waren, war die Müdigkeit wie weggeblasen: die erste Gazelle, der erste Elefant direkt neben dem Weg! 🐘 Nach einer weiteren Stunde erreichten wir die Etali Safari Lodge, haben schnell gegessen und sind ins Bett gefallen.

Game Drives

Im Madikwe Nationalpark darf man nicht mit dem eigenen Auto auf Safari – und im Nachhinein würde ich das auch gar nicht wollen. In den offenen Safari-Autos mit 2 Guides pro Fahrzeug sieht man Tiere, die man selbst nie entdeckt hätte.

Ein großer Pluspunkt: Es dürfen immer nur 3 Fahrzeuge gleichzeitig in der Nähe der Tiere stehen. Per Funk wird abgesprochen, wer als Nächstes kommt – so gibt es keinen Stau und die Tiere werden nicht gestört. Wobei: Die Fahrzeuge sind ihnen ziemlich egal, sie haben sich über die Jahre an die Geräusche gewöhnt.

  • Aufenthalt: 4 Nächte in der Etali Safari Lodge – für uns genau richtig
  • Game Drives: 2× täglich, um 6 und um 16 Uhr
  • Dauer: jeweils 3–4 Stunden, mit Kaffeestopp am Morgen und Gin-Tonic- oder Weinpause am Abend – ein Traum!
  • Dazwischen: essen, Sport machen oder am eigenen Pool chillen und den Elefanten am Wasserloch zuschauen

Das Essen in der Lodge war absolut next Level, und ich habe selten so höfliches und zuvorkommendes Personal erlebt.

Weil der Winter vor der Tür stand, war es morgens und abends schon sehr frisch – eine dicke Jacke ist ein Muss. Tagsüber war es oft richtig warm.

Ich hätte ewig dort bleiben und Tag für Tag die Tiere beobachten können. Dieser Ort war eine echte Oase der Entspannung – der Abschied ist mir richtig schwergefallen.

💡 Vergesst auf einer Safari nicht, dem Personal Trinkgeld zu geben. Die Angestellten verdienen meist sehr wenig und leben hauptsächlich davon.

Weiter Richtung Drakensberge

Am 5. Tag ging es weiter in die Drakensberge, mit zwei Stopps unterwegs. Der erste war eine Stunde von Johannesburg entfernt, in einer abgesperrten Wohnanlage – da fühlt man sich ein bisschen wie ein Kaninchen im Zoo.

Der zweite war die Amphitheatre Backpackers Lodge: ein schräger, aber spannender Ort mit Whirlpool neben der Bar und Sauna vor der Toilette. Alle waren super freundlich und das Essen war top. Für unser sehr kleines Zimmer haben wir knapp 60 € bezahlt – für eine Backpacker-Lodge nicht ganz billig.

4-Tages-Wanderung in den Drakensbergen

Morgens trafen wir in Mnweni unseren Guide Patrick und Anton, einen Local, der uns einen Teil des Gepäcks abgenommen hat – und schon ging’s los.

Tag 1: Ins Tal Richtung Fangs Pass

Zum Startpunkt ein paar Kilometer vom Dorf entfernt hat uns jemand auf der Ladefläche mitgenommen. Von dort wanderten wir rund 10 Kilometer ins Tal Richtung Fangs Pass. Weil es teilweise gar keine Wege gab, hat das ganz schön gedauert.

Ich bin so froh, dass wir die Wanderung zu Beginn des afrikanischen Winters gemacht haben – im Sommer könnte ich mir das nicht vorstellen. Die Sonne ging gegen 17:30 Uhr unter und erst um 6:50 Uhr wieder auf. Viel Zeit im Zelt also, aber die vergeht erstaunlich schnell.

Tag 2: Durchs Gebüsch zum Fangs Pass

Nach einem kurzen Frühstück ging es durchs wildeste Gebüsch und gefühlt eine halbe Ewigkeit durch ein Bachbett – der mühsamste Teil der ganzen Tour. Danach ging es steil hinauf zum Fangs Pass, wo wir schon um 13 Uhr ankamen. Also: Zelte aufbauen, die Gegend erkunden, Nickerchen und Abendessen.

💡 Ich kann euch dehydrierte Trekkingnahrung (wir hatten Trek’n Eat dabei) sehr empfehlen: leicht, platzsparend und richtig lecker. Heißes Wasser drauf, ein paar Minuten warten, fertig. Ein Gaskocher muss beim Trekking für mich unbedingt mit.

Tag 3: 15 Kilometer über das Hochplateau

Die Nacht auf rund 3.000 Metern war kälter als erwartet: Das ganze Zelt war mit Frost überzogen und ich hab ewig gebraucht, um aus dem Schlafsack zu kommen. 🥶 Nach ein paar Fotos ging es gegen 9 Uhr weiter zum nächsten Schlafplatz, etwa 15 Kilometer entfernt und kaum Höhenmeter. Entspannt, aber auch etwas eintönig, weil die Berge oben komplett flach sind.

Unterwegs trafen wir ein paar Paviane und genau einen Menschen. Herrlich! Super praktisch: Es gibt überall Wasser auf den Bergen. Tagsüber gab es Bananen, Riegel und Trockenfrüchte – allerdings eher knapp geplant, so richtig satt waren wir in den 4 Tagen nie, haha. Umso mehr haben wir uns jeden Abend auf das warme Essen gefreut.

Tag 4: Sonnenaufgang & die legendärste Bar

Zum Sonnenaufgang sind wir noch auf einen Hügel gestiegen. Die Vögel segelten im ersten Licht am Fels entlang, und diese absolute Stille hat den Moment unvergesslich gemacht. Danach gab es ein letztes Outdoor-Frühstück – Kaffee für mich, Porridge für Tom, wie jeden Tag – und dann ging es nur noch bergab nach Mnweni.

Einen Stopp machten wir noch in der legendärsten Bar meines Lebens: eine absolute Bruchbude, die wir nie als Bar erkannt hätten – aber nach der Wanderung ein kaltes Cola und ein Bierchen dort? Absolut geil!

Zurück im Cultural Hiking Center in Mnweni haben wir noch einen kleinen Shop angeschaut und so viele Eindrücke wie möglich aufgesaugt. Danach ging es für eine Nacht zurück in die Backpackers Lodge.

Kulturschock in Durban

Nach rund 3 Stunden Fahrt erreichten wir Durban – und bekamen erst mal einen Kulturschock. Ich wollte nur kurz eine Nagelfeile im Shoppingcenter gegenüber vom Hotel kaufen … Vom Bergdorf ohne Strom und fließend Wasser direkt in ein überfülltes Einkaufszentrum – das war eine katastrophale Entscheidung. V I E L zu viele Menschen! Send help! Das Abendessen im Protea Hotel Fire & Ice war dafür absolut lecker.

Kapstadt

Von Durban flogen wir nach Kapstadt. Um 10 Uhr gelandet, schnell zu unserem Airbnb in Camps Bay, umziehen – und schon standen wir in Laufschuhen an der Promenade, ready für den Wings for Life Run. Tom hatte (vor allem nach dem Lauf) etwas weniger Freude, ich war super happy, haha.

Unsere Highlights in Kapstadt

  • Sunrise-Wanderung auf den Lion’s Head: Wer es ruhig mag, ist hier falsch – hier sind täglich massig Leute unterwegs. Aber es ist eine kurze Wanderung und die Aussicht ist mega!
  • Tafelberg über die Kasteelspoort-Schlucht: Hier war absolut nichts los und der Weg ist extrem schön. Rund eine Stunde geht es hinauf – wir waren sogar zweimal oben!
  • Waterfront: Total nett zum Herumspazieren, Stände anschauen, Straßenmusikern zuhören oder shoppen.
  • Botanischer Garten Kirstenbosch: Lieb ich! Perfekt zum Spazieren und Natur genießen.
  • Pinguine am Boulders Beach: Hier sind wir richtig in die Touri-Falle getappt und haben für einen 200 Meter langen Steg bezahlt – nur um danach festzustellen, dass die Pinguine auch außerhalb überall liegen.
  • Whale Watching in Hermanus: Spoiler Alert – wir haben keine Wale gesehen. Hermanus gilt als einer der besten Spots weltweit, um Wale vom Land aus zu sehen, aber Mitte Mai ist wohl nicht die beste Zeit dafür. Der Ort ist trotzdem total nett und das Essen war der Hammer.
  • Kogel Bay: Ein traumhaft schöner Strand mit unglaublicher Bergkulisse.
  • Muizenberg: Das Surferparadies! Wir sind am Strand spaziert und waren im Tortuga Loca essen, einem mexikanischen Restaurant mit super leckerem Essen.

Kapstadt war super spannend und auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir waren aber froh, dass wir unseren Aufenthalt auf 8 statt 10 Tage verkürzt haben – das war für uns absolut ausreichend.

Wie gefährlich ist Südafrika?

Diese Frage wurde mir am häufigsten gestellt. Pauschal kann man das nicht beantworten:

  • Drakensberge: Hier habe ich mich extrem wohl und sicher gefühlt. Wir haben das Auto 4 Tage lang mit Laptop und Wertsachen stehen lassen und hatten kein ungutes Gefühl.
  • Zwischen Safari und Johannesburg: In ein paar Dörfern hätte ich mir gewünscht, keinen Platten zu haben – dort waren die Vibes ganz anders.
  • Kapstadt: Hier hatten wir keine ungute Situation und haben uns immer sicher gefühlt. Abends waren wir aber selten unterwegs und wenn, dann nur in besseren Vierteln.

Einzige „Kriminalität“, die wir mitbekommen haben: Toms Badehose wurde gestohlen, nachdem wir sie ein paar Minuten zum Trocknen vor dem Airbnb aufs Auto gelegt hatten. 😅

Mein Fazit

Das Highlight der Reise war für mich ganz klar die Safari – noch nie habe ich wilde Tiere so nah gesehen, und alles rundherum war neu und aufregend. Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Überblick für eure eigene Planung geben. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir gerne in die Kommentare oder an info@dieannamaria.at.

Eure
Anna

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