Rennradfahren auf Korsika: 5 Tage, 532 km & die schönsten Küstenstraßen

Leere Küstenstraßen, grüne Berge, das Meer immer im Blick – und das alles im April: Vom 19. bis 25. April 2026 waren wir mit dem Rennrad auf Korsika unterwegs. Ein kurzer Trip, aber für uns einfach perfekt. In fünf Tagen sind wir rund 532 Kilometer und 8.400 Höhenmeter gefahren – und ich kann euch sagen: Korsika ist ein absolutes Rennrad-Paradies.

Auf einen Blick

Unser Korsika-Trip

Reisezeit
19. – 25. April 2026
Radtage
5
Strecke
ca. 532 km
Höhenmeter
ca. 8.400 hm
Anreise
VW-Bus & Fähre
Wasser
ca. 15–16 °C

Anreise: Mit dem Van und der Fähre

Wir sind mit unserem VW-Bus bis nach Livorno gefahren und haben dort die Fähre nach Bastia genommen. In Bastia gab es dann einen Autowechsel, weil Tom für Audi fotografiert hat – also ging es für die nächsten Tage mit einem anderen Auto weiter.

Die Fahrt von Bastia nach Cargèse war schon das erste Highlight: eine unglaublich schöne Route, die Natur so grün und saftig – einfach beeindruckend. 🌿

Unsere Unterkunft – und was wir anders machen würden

Geschlafen haben wir zuerst zwei Nächte in einem Hotel in Cargèse, dann ging es weiter nach Calvi und zum Schluss nach Saint-Florent. Die Hotels waren alle ganz ok – aber im Nachhinein würden wir eher ein Airbnb mit Küche buchen.

Nach den langen Radtouren wären ein paar Pesto-Nudeln einfach besser gewesen als ein teures Hotel-Dinner. Und da Tom sowieso jeden Morgen dasselbe frühstückt – nämlich seinen Porridge 😄 – brauchen wir auch kein fancy Hotelfrühstück.

💡 Für einen Radurlaub lieber eine Unterkunft mit Küche buchen: Ihr spart Geld und könnt nach der Tour genau das essen, worauf ihr Lust habt.

Unsere 5 Rennradtouren

Was uns am meisten überrascht hat: Nicht nur die Aussicht war auf allen Touren der Wahnsinn, sondern auch die Straßen – damit hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet. Unterwegs haben wir immer wieder spontane Stopps gemacht und wirklich immer gut gegessen.

Alle Routen auf der Karte & als GPX

GPX herunterladen:

Vereinfachte Strecken aus unseren Strava-Aufzeichnungen, Höhenprofil aus Geländedaten. Distanzen & Höhenmeter laut Strava.

Tag 1: Rund um Cargèse

🚴‍♀️ 107 km · ⛰️ 2.249 Höhenmeter

Gleich zum Start eine mega Tour mit unglaublich schöner Natur. Und das Verrückte: Den ganzen Tag haben wir gerade einmal vier andere Radfahrer getroffen.

Tag 2: Ab Piana

🚴‍♀️ 134 km · ⛰️ 1.741 Höhenmeter

Top Straßen und eine unglaublich schöne Strecke – genau so stellt man sich Rennradfahren auf Korsika vor.

Tag 3: Rund um Calvi

🚴‍♀️ 59 km · ⛰️ 822 Höhenmeter

Die Aussicht und die Umgebung waren extrem schön – aber auf dieser Tour hatten wir rund 15 Kilometer absoluten Horror-Asphalt. Ein super wilder Untergrund, dazu kam noch ein bisschen Regen. 🌧️

💡 Mit dem Gravelbike ist diese Gegend rund um Calvi sicher richtig geil – mit dem Rennrad eher nicht.

Tag 4: Bergdörfer rund um Saint-Florent

🚴‍♀️ 101 km · ⛰️ 1.604 Höhenmeter

Eine mega Strecke durch die Bergdörfer und am Meer entlang – wobei wir das Meer auf diesem Abschnitt gar nicht gesehen haben. Auf der Ostseite war deutlich mehr Verkehr als im Westen.

Tag 5: Einmal rund ums Cap Corse

🚴‍♀️ 131 km · ⛰️ 2.019 Höhenmeter

Brutal geile Strecke! Den ganzen Tag ging es am Meer entlang, absolut kein Verkehr und top Straßen. 🤌🏽

Wetter, Meer & leere Strände

Das Wetter war einfach top! Wir waren dreimal im Meer schwimmen, und die Strände waren komplett leer. Das Wasser war nicht super warm – im April liegt die Wassertemperatur im Schnitt bei etwa 15 bis 16 Grad – aber zum Schwimmen und Sonnen war es für uns mega. ☀️

Wer zu dieser Zeit einen reinen Strandurlaub machen will, ist nicht zur richtigen Zeit dort. Für unsere Radtouren war der April aber unglaublich.

Der schönste Abend: Sonnenuntergang bei Barrettali

Am 24. April haben wir das Auto wieder zurückgetauscht und sind mit unserem Van an die Küstenstraße bei Barrettali am Cap Corse gefahren. Dort haben wir im Van gekocht, bei den Klippen gegessen und den Sonnenuntergang angeschaut.

Das war tatsächlich der schönste Abend mit dem besten Ausblick – und eines der leckersten Essen der ganzen Reise, haha. Manchmal braucht es eben kein teures Restaurant. 🌅

Am 25. April ging es dann schon wieder heim.

Good to know

  • Reisezeit: Der April ist perfekt zum Rennradfahren – top Wetter und leere Strände. Für einen reinen Badeurlaub ist es aber noch zu früh.
  • Anreise: Mit dem Auto oder Van bis Livorno und von dort mit der Fähre nach Bastia.
  • Unterkunft: Unsere Hotels waren ok – nächstes Mal würden wir aber ein Airbnb oder Apartment mit Küche nehmen.
  • Straßen: Fast überall top – außer rund um Calvi, dort gibt es einen längeren Abschnitt mit sehr schlechtem Asphalt.
  • Verkehr: Im Westen und am Cap Corse kaum Autos, auf der Ostseite deutlich mehr.

Mein Fazit

Korsika hat uns total überrascht: grüne Berge, traumhafte Küstenstraßen, perfekter Asphalt (fast immer 😅) und das Meer direkt daneben. Es war ein kurzer Trip, aber für uns einfach perfekt. Wenn ihr Fragen zu den Touren habt, schreibt mir gerne!

Eure
Anna

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