Paragleiten

Fliegen wie ein Vogel – für mich einer der schönsten Träume, die ich mir erfüllt habe. In diesem Beitrag erzähle ich euch, wie ihr mit dem Paragleiten startet, wie der Kurs abläuft, mit welchen Kosten ihr rechnen müsst und was ich euch als Einsteiger mitgeben möchte.

In 4 Schritten zum eigenen Flug

  1. Tandemflug buchen – um ein Gefühl für das Fliegen zu bekommen.
  2. Flugschule aussuchen – und dort den Kurs buchen.
  3. Kompaktkurs & A-Schein – Theorie, Übungshang und 40 Höhenflüge.
  4. Eigene Ausrüstung – und mit erfahrenen Piloten gemeinsam fliegen.

Der erste Schritt: ein Tandemflug

Bevor ihr euch in einen Kurs stürzt und Equipment kauft, solltet ihr erstmal ein Gefühl fürs Paragleiten bekommen. Mein Tipp: Bucht einen Tandemflug. So bekommt ihr einen perfekten Eindruck vom Ablauf und vom Gefühl in der Luft.

Übrigens: Höhenangst muss kein Ausschlusskriterium sein. Ich kenne einige Menschen mit Höhenangst, die beim Paragleiten überhaupt keine Angst empfinden.

Die richtige Flugschule

Wenn ihr euch sicher seid, dass ihr das Abenteuer Paragleiten starten wollt, sucht euch eine Flugschule. Ich habe meinen Kompaktkurs bei der Cloudbase Flugschule gemacht und war mehr als zufrieden.

Das Equipment für die komplette Ausbildung bekommt ihr direkt in der Flugschule – ihr könnt aber auch mit eurer eigenen Ausrüstung starten. Viele Flugschulen verkaufen auch neues und gebrauchtes Material. Der große Vorteil: Dort ist alles genau geprüft.

Der Kompaktkurs: Ablauf & Kosten

Auf einen Blick

Kompaktkurs A-Schein

Dauer
14 Tage (8–10 Flugtage)
Ziel
A-Schein
Kurs
ca. € 1.100,-
Leihausrüstung
ca. € 450,-
Inklusive

Das lernt ihr

  • Theorieunterricht
  • 40 Höhenflüge
  • Funkunterstützung bei allen Flügen
  • Start- und Landetraining
  • A-Schein-Prüfung (Theorie & Praxis)

Preise aus meinem Kurs 2022 – aktuelle Preise bekommt ihr direkt bei eurer Flugschule.

Los geht’s mit der Theorie, danach folgen die ersten Versuche am Übungshang. Meistens verbringt man 1–2 Vormittage am Übungshang – und dann geht es auch schon hoch hinaus zum ersten selbstständigen Flug.

Keine Angst: Während des ganzen Fluges seid ihr per Funk mit eurem Trainer verbunden, der euch vom Tal aus genau sagt, was zu tun ist. Das gibt unglaublich viel Sicherheit und alles ist gar nicht so schwierig, wie man anfangs denkt. Aber klar: Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man das erste Mal den Hang hinunterläuft, nach ein paar Schritten keinen Boden mehr unter den Füßen spürt und plötzlich in der Luft schwebt.

Bis zur Prüfung absolviert ihr 40 Höhenflüge – danach seid ihr perfekt vorbereitet. Nach bestandener Prüfung habt ihr euren Schein in der Tasche und könnt loslegen!

Kosten für die eigene Ausrüstung

Die Basics sind Schirm, Retter und Gurtzeug. Wie viel ihr dafür ausgebt, hängt davon ab, ob ihr neu oder gebraucht kauft:

Gebraucht

ab ca. € 2.500,-

Unbedingt vor dem ersten Flug bei der Flugschule überprüfen lassen.

Neu

ab ca. € 4.500,-

Lasst euch in der Flugschule beraten, welcher Schirm zu euch passt.

Mein wichtigster Tipp: Entscheidet euch nicht für das billigste Angebot – schließlich hängt euer Leben an diesem Equipment. In vielen Flugschulen gibt es übrigens auch geprüfte gebrauchte Ausrüstung zu super Preisen.

Tipps für Flugeinsteiger

Mit dem Schein in der Tasche kann es losgehen – aber alleine am Berg Wind und Situation richtig einzuschätzen, ist anfangs eine ziemliche Herausforderung. Deshalb: Sucht euch erfahrene Piloten und fliegt gemeinsam. So schaut ihr euch Tipps und Tricks ab und mit der Zeit wird auch die eigene Einschätzung immer leichter.

Hike & Fly

Einer der Gründe, warum ich mit dem Paragleiten angefangen habe, ist Hike & Fly: zu Fuß auf den Berg und mit dem Schirm wieder ins Tal. Der Vorteil? Man spart sich den mühsamen Abstieg und hat noch dazu ein unvergessliches Erlebnis in der Luft.

Dafür braucht es allerdings etwas mehr Vorbereitung. Nicht jeder Berg eignet sich zum Starten (zu steil, zu steinig, falsche Hanglage …) und manchmal passt der Wind einfach nicht – dann geht’s eben zu Fuß wieder hinunter. Und das ist völlig okay: Ich wandere lieber einmal zu viel den Berg hinunter, als eine unsichere Situation zu riskieren.

Ich wünsche euch ganz viel Freude in der Luft – und immer happy landings! ♥️

Eure
Anna

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