Staubige Pfade, chaotische Straßen in Kathmandu und Berge, die so groß sind, dass man sie kaum begreifen kann: Ende November 2023 waren wir in Nepal und sind in der Everest-Region unterwegs gewesen. Gemeinsam mit unseren Freunden Tarah und David haben wir den Trip geplant – und am Ende ist alles ein bisschen anders gekommen als gedacht.

Unser Nepal-Trip
- Reisezeit
- 25. Nov. – 7. Dez. 2023
- Region
- Khumbu / Everest-Region
- Gewandert
- ca. 77 km
- Höchster Punkt
- über 5.000 m
- Unterwegs mit
- Guide & 2 Trägern
- Kosten
- ca. 3.000 € p. P.
Ankommen in Kathmandu
Am 25. November sind wir nach Kathmandu geflogen, wurden direkt vom Flughafen abgeholt und haben dort Tarah und David getroffen. Die ersten zwei Tage haben wir im Hotel Yambu verbracht und uns erst einmal ein bisschen akklimatisiert.
Kathmandu ist wild! So viel Verkehr, gefühlt alles Chaos – aber gleichzeitig auch so ein kontrolliertes Chaos. Wir haben die Tempel erkundet und uns einen Überblick über die Stadt verschafft. Laut, lebendig und spannend.











Der Flug nach Lukla
Am 27. November ging es nach Lukla – und ehrlich gesagt hatten wir schon Respekt vor dem Flug. Lukla gilt als einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt. Aber der Flug und die Landung waren super smooth. ✈️
In Lukla haben wir unseren Guide getroffen, mit dem wir die Route und die Unterkünfte im Vorfeld geplant hatten. Dazu kamen zwei Träger, die super lieb und freundlich waren.
Phakding & Namche Bazar
Noch am selben Tag sind wir losgewandert bis nach Phakding, wo wir die erste Nacht verbracht haben. Und übrigens: Das Essen ist hier extrem lecker!
Am nächsten Tag ging es weiter nach Namche Bazar, wo wir zwei Tage zum Akklimatisieren geblieben sind. Wir waren total überrascht, wie fortgeschritten dieser Ort ist – mit einem The North Face Store und einem Irish Pub hätten wir hier oben nicht gerechnet. Und Bier auf dieser Höhe? Das kickt übrigens ganz anders. 🍺
Unser Go-to-Essen
- Momos – gefüllte Teigtaschen, die man einfach immer essen kann
- Sherpa Stew – ein wärmender Eintopf, perfekt nach einem langen Tag
- Dal Bhat – Linsen mit Reis und Beilagen, das Nationalgericht und echte Energie für die Berge











Deboche – erster Blick auf den Ama Dablam
Weiter ging es nach Deboche, wo wir wieder übernachtet haben. Durch die Trockenheit und den Staub hatten wir alle etwas Halsweh, und Tarah, David und Tom haben die Höhe bereits ein bisschen gespürt. Mit dem Wetter hatten wir aber richtig Glück und konnten hier schon einen ersten Blick auf den Ama Dablam werfen.






Dingboche & der Moment über dem Nebelmeer
Am nächsten Tag ging es weiter nach Dingboche. Hier haben wir die Höhe alle gut gespürt – ich hatte vor allem mit meinem Halsweh zu kämpfen.
Am nächsten Nachmittag sind wir noch auf über 5.000 Meter hinaufgewandert und hatten einen unglaublichen Ausblick auf den Ama Dablam, der über einem Nebelmeer thronte. Das war auf jeden Fall der beeindruckendste Moment dieser Reise. 🏔️










Planänderung: Zurück ins Tal
Uns wurde ein Medikament gegen die Höhenkrankheit als Prophylaxe empfohlen – und leider hat Tom ganz schlecht darauf reagiert. Er hatte eine allergische Reaktion, bekam am ganzen Körper einen extremen Ausschlag und war super schwach.
Deshalb haben wir die Tour nicht wie geplant gemeinsam mit Tarah und David weitergeführt, sondern sind am nächsten Tag in einem Push zurück nach Namche Bazar gewandert. Das war super hart. Nach einer Nacht dort sind wir mit dem Helikopter nach Lukla geflogen, weil es Tom zu schlecht ging, um nochmal so weit zu wandern. In Lukla haben wir noch einmal übernachtet und am nächsten Morgen ging es zurück nach Kathmandu.
In Kathmandu sind wir noch zwei Nächte geblieben, und die Ärzte kamen extra zu uns ins Hotelzimmer. Die Medikamente haben super gewirkt – so gut, dass wir noch eine Runde durch Kathmandu drehen und ein paar weniger touristische Ecken entdecken konnten. Am 7. Dezember sind wir dann wieder nach Hause geflogen.
Und das Ende der Geschichte? Zuhause hat sich bei Tom über die nächsten Wochen seine komplette Haut gelöst. Er hat sich geschält wie eine Schlange, haha. 🐍


Unsere Etappen im Überblick
- 27.11.: Lukla (2.860 m) → Phakding (2.610 m) – ca. 7,7 km, ca. +240 / −460 hm entlang des Wanderwegs (nicht aufgezeichnet)
- 28.11.: Phakding → Namche Bazar (3.440 m) – 12,1 km, +1.131 hm; am Nachmittag noch eine Akklimatisierungsrunde (4,7 km, +434 hm)
- 29.11.: Namche Bazar – Akklimatisieren
- 30.11.: Namche Bazar → Deboche (3.820 m) – 15,8 km, +1.099 hm
- 1.12.: Deboche → Dingboche (4.410 m) – 7,8 km, +536 hm
- 2.12.: Wanderung auf über 5.000 m – 7,4 km, +742 hm
- 3.12.: Dingboche → Namche Bazar – 21,1 km in einem Push
- 4.12.: Helikopter von Namche Bazar nach Lukla
Distanzen und Höhenmeter stammen aus unseren Strava-Aufzeichnungen. Die Etappe Lukla – Phakding haben wir nicht aufgezeichnet, Distanz und Höhenmeter sind anhand des Wanderwegs (OpenStreetMap) und von Geländedaten berechnet. Die Höhen der Orte sind gerundet.
Good to know
- Kosten: Wir waren insgesamt bei etwa 3.000 Euro pro Person.
- Bargeld: Nehmt unbedingt genug Bargeld mit – für die Unterkünfte und natürlich für das Trinkgeld für die Träger. Sie spielen so eine wichtige Rolle!
- Planung: In der Hochsaison Guide, Route und Unterkünfte früh buchen.
- Akklimatisieren: Plant Ruhetage ein, z. B. in Namche Bazar – die Höhe spürt fast jeder.
Mein Fazit
Nepal war laut, chaotisch, wunderschön – und auch ein bisschen nervenaufreibend. Auch wenn wir unsere Tour früher abbrechen mussten, werde ich den Abend über dem Nebelmeer mit Blick auf den Ama Dablam nie vergessen. Und die Menschen, die uns dort begleitet und geholfen haben, erst recht nicht.
Eure
Anna
